Diptychon

Diptychon
Dị|pty|chon auch: Dịp|ty|chon 〈n.; -s, -pty|chen〉
1. 〈Antike〉 Paar von rechteckigen, zusammenklappbaren Holz-, Elfenbein- od. Edelmetalltäfelchen mit einer Wachseinlage zum Schreiben
2. 〈MA〉 Altarbild aus zwei Flügeln
[zu grch. diptychos „doppelt gefaltet“]

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Dị|p|ty|chon, das; -s, …chen u. …cha [griech. di̓ptychon = zweiteilige Schreibtafel] (Kunstwiss.):
1. antikes, in der Mitte zusammenklappbares rechteckiges Täfelchen aus Elfenbein, Holz od. Metall, dessen Innenfläche mit einer Wachsschicht überzogen ist, die als Schreibfläche dient.
2. Flügelaltar.

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Dịptychon
 
[griechisch »doppelt gefaltet«] das, -s/...chen und ...cha,  
 1) in der römischen Antike zwei durch Scharniere zusammengehaltene rechteckige Schreibtäfelchen aus Holz, Metall oder Bein. Die mit Wachs überzogenen Innenseiten dienten als Schreibfläche. Diptychen wurden gebraucht als kaiserliche Ernennungsdekrete (Codicillardiptychon), als Amtsdiptychen, besonders beim Konsulatsantritt der römischen Konsuln (Konsulardiptychon), auch im sakralen Bereich sowie aus privaten Anlässen (Hochzeit). Seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. wurden die Diptychen mit kostbaren Elfenbeinschnitzereien versehen. In der frühchristlichen Kirche dienten zum Teil wieder verwendete Diptychen zur Namensaufzeichnung von Lebenden und Toten, derer man in der Liturgie gedenken wollte; Streichung oder Wiederaufnahme von Namen wurden zu kirchenrechtlichen Fragen. Erhalten sind Diptychen z. T. dank sekundärer Verwendung als Buchdeckel. Diptychen sind wichtige Zeugnisse der spätantiken und frühchristlichen sowie der karolingischen und ottonischen Kleinkunst.
 
 2) im Mittelalter wurde die Bezeichnung Diptychon auf einen zweiteiligen Altar (Tafelbild) übertragen.
 

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Dịp|ty|chon, das; -s, ...chen u. ...cha [griech. díptychon = zweiteilige Schreibtafel] (Kunstwiss.): 1. antikes, in der Mitte zusammenklappbares rechteckiges Täfelchen aus Elfenbein, Holz od. Metall, dessen Innenfläche mit einer Wachsschicht überzogen ist, die als Schreibfläche dient. 2. Flügel-, Klappaltar.

Universal-Lexikon. 2012.

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